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Weidelamm aus der Region

Alles hört auf sein Kommando

Disziplinierter als auf einem Kasernenhof: Was es heisst mit einer der grössten Wanderherden der Schweiz unterwegs zu sein und wie Schäfer Ernst Vogel die blökende Herde von rund 800 Schafen bändigt erfahren Sie im Video und im Interview.




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Gibt der Schäfer Ernst Vogel Laut, hier in der Nähe von Neuenkirch LU, setzen sich sogleich über 3000 Schafsklauen in Bewegung.

Die Schafe sind von 8 bis 18 Uhr auf dem Feld und sollten pro Tag acht Stunden fressen.

Ernst Vogel, Schäfer

Pfeifen Sie einer Gruppe Schafe, die zu nahe an der Strasse steht, drehen sich 800 Schafsköpfe zu Ihnen um. Mir scheint, als würden die Tiere sofort parieren, sobald Sie sich auch nur nähern.

Ja, das hat was und muss auch so sein. Hätten ich und die Hunde diese Autorität nicht, würde sich die Herde innert weniger Tage im Nichts auflösen. Es wäre das pure Chaos!

 

Was ist das Schlimmste, was einem Schäfer passieren kann?

Wenn die Herde zugleich von einer Strasse, einer Bahnlinie und auf der dritten Seite von einem Acker umgeben ist. Auf allen Seiten warten dann Probleme, denn auch der Landwirt hat keine Freude, wenn über 3000 Klauen über sein Ackerland stampfen. Ohne meine Hunde, die dann die Herde drehen können, wäre ich aufgeschmissen.

 

Sie haben sonst keine Hilfe?

Nein, in der Regel nicht. Zum Glück habe ich aber gute Stellvertreter, die auch mal einspringen können.

 

Wie lange geht das schon so?

Offiziell bin ich das 22. Jahr mit meinen Schafen auf Wanderung, immer von November bis Mitte März. Die Route ist immer dieselbe: Los gehts in meiner Heimat Schwarzenberg, dann weiter nach Kriens, Malters, Hellbühl, Neuenkirch und so weiter.

 

Führen Sie tatsächlich eine der grössten Herden der Schweiz an?

Ja, das kommt ungefähr hin. Denn viele solche Herden gibt es hierzulande ja gar nicht mehr. Bei mir umfasst die Herde ungefähr 800 Schafe und 14 Rassen. 500 sind Muttertiere, die übrigen sind Mastlämmer, die dann von der Migros Luzern als «Aus der Region. Für die Region.»-Weidelämmer verkauft werden.

 

Wie sieht denn eigentlich so ein gewöhnlicher Hirtentag aus?

Die Schafe sind von 8 bis 18 Uhr auf dem Feld und sollten pro Tag acht Stunden lang fressen. Dazwischen haben sie zwei bis drei Stunden Pause. Ich bin also täglich etwa zehn Stunden mit den Schafen im Freien.

 

Und wo schlafen Sie?

Sobald es eindunkelt, zäune ich die Schafe ein und lasse sie über Nacht auf der Weide. Ich habe das Glück, dass mein Wandergebiet in der Nähe meines Zuhauses ist. So kann ich täglich in meinem bequemen Bett schlafen und sehe auch meine Familie.

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Täglich auf der Weide

Damit das Lammfleisch der Migros Luzern mit dem Label «Aus der Region. Für die Region.» ausgezeichnet werden darf, ist der tägliche Weidegang für Schafe und Lämmer Pflicht – im Sommer und im Winter. Genauso sind ein heller Stall mit guter Belüftung und eine natürliche Fütterung der Tiere ausschlaggebend. Zur Regionalität gehört auch die Fleischverarbeitung: Geschlachtet wird in Nebikon, verarbeitet in der Betriebszentrale der Migros Luzern in Dierikon.

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